Saeco Kaffeeautomat HD 8762/01 im Test


Etwa eine Woche befindet sich unsere neue Kaffeemaschine im Haus. Da dieses Modell erst seit wenigen Wochen im Markt angeboten wird, mussten wir einen Kauf tätigen, ohne vorher externe Meinungen einholen zu können. Also werde ich nun meine positiven Erfahrungen teilen.

Inbetriebnahme

Zunächst sehe ich mich mit einem ziemlich großen Kartonage konfrontiert. Öffnen, sichten, Maschine herausnehmen. Philips verzichtet mittlerweile darauf, ein komplettes Handbuch beizulegen. Die Kurzanleitung muss für die ersten Schritte reichen.

Zunächst kommt man hier zügig voran, es ist alles verständlich beschrieben und kann in wenigen Minuten erledigt werden. Ich empfehle beim Kauf direkt das Wartungskit für 35€ mitzunehmen. Darin sind bereits Wasserfilter, Reinigungstabletten und Entkalker.

Einstellung Mahlwerk

Alles installiert, kann man den ersten Kaffee beziehen. Wer kräftigen Espresso mag, sollte eine Blick zu REWE wagen. Hier bekommt man einen Fairtrade-Bio Kaffee aus 100% Arabica Bohnen. Besonderes hervorheben möchte ich seine Herkunft, es ist ein Single Origin, also kein Blend.

Sobald man einen Vollautomat sein Eigen nennt, muss man sich mit Röstungen und der dazu geeigneten Mahlgrade beschäftigen. Die Maschine ist ab Werk auf eine mittlere Mahlung eingestellt. Für die von mir bislang getesteten Esspressi ist dies nicht fein genug. Eine Faustregel gibt es leider nicht. Hier muss je nach Kaffee nachgeregelt werden. Ich habe den Mahlgrad zunächst so gewählt, dabei immer eine Tasse ausgegeben und die Mahlstufe um eine Stufe feiner gestellt, bis der Kaffee bei der Ausgabe aus der Maschine nicht tröpfelt, sondern als stetiger Strahl abgegeben wird. Mit jeder Verfeinerung wird der ausgegebene Kaffee dunkler, öliger und erhält mehr Créma.

Direkt nach dem Mahlvorgang kann man das Aroma von frisch gemahlenem Kaffee riechen, für mich so perfekt.

Reinigung

Da scheiden sich die Geister. Für die einen ist es die herausnehmbare Brühgruppe, welche für die Saeco spricht, für die anderen, der Qualitätsanspruch, den nur die Jura mit dem geschlossenen System bietet.

Einmal in der Woche ist die Seaco einer gründlichen Reinigung mit klarem Wasser zu unterziehen. Dafür sind ca. 15 Minuten zu investieren.

  1. Maschine öffnen
  2. Wasserfang abspülen
  3. Brühgruppe abspülen
  4. Brühgruppe einsetzen
  5. Fertig

Mein Fazit

Mehrere Jahre gehörten wir zu den Nespresso Junkies, Nestle hat es geschafft 80€ pro Kilogramm Kaffee zu berechnen, wir haben es mit Freude gezahlt. Ein bitterer Beigeschmack, für diesen Preis entsteht sehr viel Müll in Form von Aluminium und der Bauer, der den Kaffee anbaut wurde nicht ausreichend für seine Mühe entlohnt. Warum schafft es der weltgrößte Lebensmittelkonzern eigentlich nicht, Fairtrade einzukaufen? Nun habe ich als Verbraucher die Entscheidung übernommen. Ich bin mehr als zufrieden.