Der Autor

Name Dirk Bartkowiak
Geboren 21.09.1977
Beruf Software Architekt

History:

Der erste Schrei

Dann will ich mal ein wenig über mich erzählen. Ich wurde an einem wunderschönen Septembermorgen 1977 in Halle/Saale geboren. Klar es war die DDR, aber das hat mich wohl die ersten zehn Jahre meines Lebens eher weniger interessiert. Da war in meinem ersten Jahr auf dieser Welt die Kinderkrippe. (Ich war der erste aus der Gruppe, der gesprochen hat und alle anderen Kids durch Singen von Liedern unterhalten hat.

Der Kindergarten

Nachdem ich das Krippenspiel überstanden hatte, war es Zeit für mich, den Weg in den Kindergarten zu beschreiten. Dort erwarteten mich die ersten selbstständigen Aufgaben, wie Koordination und Ordnung, aber auch Freundschaft und Orientierung. Das wichtigste für mich war da natürlich die Freundschaft. Ich bin ein sehr kommunikativer Mensch, ich glaube ohne Freunde bzw. jemandem, der mir zuhört, bin ich entweder reif für eine Nervenheilanstalt oder ich bin dabei mir eine hübsche Holzkiste auszusuchen. Mit meinem sechsten Lebensjahr hatte ich auch mit diesem Kapitel abgeschlossen.

Die Schule

Es begann alles an einem trüben Septembermorgen, wie fast jedes Drama ;-) …. Es nannte sich 26. Polytechnische Oberschule, allein für den Namen braucht Mensch schon drei Jahre. Ich absolvierte also im damals aktuellen Schulsystem den typischen Gang durch den politisch korrekten Unterricht. In der sechsten Klasse mit circa 12 Jahren hatte ich mich das erste Mal hoffnungslos verliebt. Ich wußte damals zwar noch nicht was Liebe bedeuten kann, beziehungsweise was ich überhaupt lieben will, aber ich habe das erste Mal gefühlt. Es war mein bester Freund, er hieß Thomas und wohnte zwei Häuser von mir entfernt. Wir waren zwei wie Pech und Schwefel, wo er war, war auch ich. Aber ich glaube er konnte meine Empfindungen für ihn noch nicht verstehen, geschweige denn erwidern. Es kam wie es kommen mußte, ich zog nach Hessen in die Nähe von Frankfurt am Main und nach etwa einem Jahr brach unser Kontakt ab. Seit diesem Zeitpunkt habe ich nichts mehr von ihm gehört. (Thomas, wenn Du Dich angesprochen fühlst, dann schreib‘ mich bitte an schnief…)

Die Schule, die Zweite

Ab der siebten Klasse besuchte ich die Oswald v. Nell-Breuning Schule in Rödermark. Es war doch schon eine gewisse Umstellung, von jetzt auf sofort eine freiheitlich demokratische Lehranstalt genießen zu dürfen. Die neue Klasse war am Anfang relativ mißtrauisch, jedoch nachdem das erste Eis gebrochen war, fand ich doch ziemlich schnell neue Freunde (Christine ich danke Dir für alles, was Du für mich getan hast, ohne Dich hätte ich das nie geschafft). In Sachen Liebe war ich dann doch sehr vorsichtig, zum einen trauerte ich meinen alten Freunden immer noch hinterher, zum anderen begann ich mich doch zu verändern. Die erste Angst vor mir selbst bekam ich in der neunten Klasse, ich war 15 Jahre alt und verliebte mich. Was für ein Drama, wieder mein bester Freund. Jedoch änderte sich mein Bewußtsein, ich erkannte was mit mir los war: Ich bin schwul! Dazu Dr. Sommer: „Das ist eine vorübergehende Phase, jeder Junge macht dies mit. Es ist die Pubertät, geht wieder vorbei.“ Dieser Satz belog mich drei Jahre, bevor ich dann endlich erkannte was ich bin und was ich will. Aber zurück zur Geschichte, er hieß Christian und ging in eine Parallelklasse von mir. An seiner Konfirmation passierte dann das, was ich nie vorher zu träumen gewagt hätte. (die Details werde ich aber für mich behalten, Volker Du kennst sie ja *grins*). Ab diesem Zeitpunkt waren wir für 4 Jahre zusammen. Ich erlebte mit ihm mein Coming out, wir meisterten viele Krisen, erlebten aber auch viele schöne, mir unvergeßliche Tage. Ich war mittlerweile in der zwölften Klasse, also mitten im Abiturstreß, ein Tag im Februar. Ich hatte schon vier Wochen nichts mehr von ihm gehört, also dachte ich mir, ich fahre zu ihm in seine Mittagspause, das war ein Fehler. Das, was ich schon länger vermutet hatte, bewahrheitete sich direkter und verletzender als ich es meinem größten Feind je gewünscht hätte. Es war aus und vorbei, er machte Schluß. Es war kein anderer Mann, nein er hatte beschlossen hetero zu werden, das konnte ich ihm nicht geben.

Frank ohne Dich hätte ich das nicht ertragen können. :-) Ach Frank ist übrigens mein allerbester Freund mit ihm kann ich über alles reden, er sieht, wenn es mir nicht gut geht, er tröstet mich in meinem Schmerz bis heute. (hoffentlich kann ich auch morgen noch auf dich zählen.) Frank du hast mir gezeigt, was es heißt schwul zu sein, stolz auf das zu sein, was man geleistet hat und zu dem zu stehen, was man fühlt. Das werde ich Dir nie vergessen!

Und dann?

Die nächsten zwei Jahre waren da weit weniger dramatisch. Ich kapselte mich ab, ich ließ niemanden mehr an mich heran, für eine Beziehung war ich nicht bereit. Ich hatte Angst, noch einmal so verletzt zu werden. Deshalb konzentrierte ich mich vollkommen auf mein Abitur (Leistungskurs Mathematik und Physik, vielleicht ein bisschen masochistisch?), und lebte doch ziemlich einsam auf meiner Festung. Dann kam Rühes Truppe, ja ich war bei der Bundeswehr. Ich wundere mich noch heute, wie ich das ohne anzuecken, ziemlich unbeschadet überstanden habe. Juni 1998: mein erster schwuler Urlaub und gleich in die Höhle des Löwen. Gran Canaria, Frank, dank Dir der schönste Urlaub den ich bis dahin erleben durfte. So schnell kann’s gehen, Im August begann meine Ausbildung bei der PwC Deutsche Revision zum Fachinformatiker Fachrichtung Anwendungsentwicklung. Aber es wendet sich zum Positiven, seit dem 08.11.1998 habe ich einen neuen Freund, er heißt Volker, für dich würde ich alles tun.
„Volker ich liebe Dich“ —–{—{-@

Die Geschichte geht weiter:

Tja, nach jedem Hoch folgt immer wieder ein Tief. So ist auch Volker zu einem Teil meiner Geschichte geworden. Vielleicht war es doch nur eine Verliebtheit? Ich werde hier aber nicht über die evtl. dagewesenen schlechten Zeiten reden, ich finde es ist besser die Dinge so zu lassen, wie es geendet hat. Ich hoffe, dass wir weiterhin miteinander reden können und sich eine Freundschaft daraus entwickeln kann. Urlaub: Mein nächster Urlaub führte mich nach Gran Canaria. (wohin sonst? –> Die Bilder findest natürlich auch auf dieser Seite: nämlich hier) Tja, was soll man sagen, einfach schön wars!! Wasser, Sonne, Strand und viele tolle und nette Menschen. Obwohl ich sagen muss, dass ich sehr brav war, denn ein neuer Mensch wollte in mein Leben, oder wollte ich, dass er in mein Leben kommt? *g* Naja, er heisst Thorsten und eigentlich ging mir alles viel zu schnell. Aber wenn der Richtige kommt soll man dann nicht einfach zugreifen, festhalten und nicht mehr hergeben? Ich habe es so getan und es ist einfach toll! Er war der erste, der nach dem Urlaub von mir hören wollte und mir tat es unheimlich gut, wieder jemanden zu haben dem auch meine persönlichen Freiräume wichtig sind (nur brave Freiräume!)

Back in town:

jetzt mal Off Topic: hier sind bis jetzt schon einige Namen von Personen gefallen. Wenn jemand im Zusammenhang dieser Biografie nicht genannt werden möchte, den bitte ich mir ein kurzes Mail zu senden, ich werde dies dann berücksichtigen.

So und jetzt ging alles ziemlich schnell:

Mittlerweile ist es März geworden und wir haben unsere erste gemeinsame Wohnung bezogen. Normalerweise wäre es ja intelligent gewesen, sich in der Mitte zwischen Seligenstadt und Elsenfeld zu treffen. Aber wenn wir etwas machen dann richtig! Also ging es (zog es uns) nach Bad Nauheim in die schöne Wetterau. Zum einen war es bedingt durch den Wechsel des Arbeitgebers bei Thorsten und zum andern, ist es doch wichtig auch eine richtige Trennung zum Elternhaus herzustellen. So da waren wir nun ein Transporter voll mit Zeugs und eine wunderschöne 70 qm Wohnung über den Dächern von Bad Nauheim. So die Möbel sind drin die Küche funktioniert und wir haben endlich unser eigenes kleines Heim.

Aber irgendwie ist es doch ziemlich leer. Also folgten uns zunächst zwei zuckersüsse Kater Spot und Anton. Das habe ich mir schon immer gewünscht! Und für Thorsten wieder die zwei Aquarien. Einmal mit Fisch und das andere mit einer kleinen Hieroglyphenschmuckschildkröte. Tja und der 27.06.2000 nähert sich, was kann ich ihm nur zu unserem ersten Jahrestag schenken? Weisst du vielleicht was? Dann Mail mir doch einfach.

And time goes by…

Wie das Leben so will .. muss ich mich erst mal selbst ein wenig tadeln. Habe ich doch mittlerweile ein Jahr lang nichts mehr an diesen Seiten geändert. Nun ich muss aber trotzdem zu meiner Verteidigung sagen, es war ja viel zu tun.

Und immerhin habe ich ja, dank einer Aufforderung von einem lieben Menschen mich aufraffen können und endlich mal wieder was getan.

Ja was soll man von dieser Überschrift erwarten? Soll es heissen, dass alles was man beginnt, immer ein Ende haben muss? Sind auch Beziehungen zu lieben Menschen dazu verdammt, immer wieder mit einem Schlussstrich zu enden? Ich wollte, dass dies nicht so wäre, aber irgendwie muss ich feststellen, dass auch die schönsten Momente immer enden müssen. Oder passiert sowas immer nur mir?

Jedenfalls wurde ein Teil von Thorsten auch zu einem Abschnitts meines Lebens, welchen ich als Vergangenheit betrachten muss. Es waren sehr schöne Zeiten mit Ihm. Wir haben gelernt, was es bedeutet eine Wohnung zu teilen, sich lange Stunden immer wieder zu sehen und vor allem, wie man damit umgehen kann. Ich will hier nicht negativ sprechen, auch ich habe gewiss Fehler gemacht. Genau aus diesem Grund soll man die vergange Zeit so in Erinnerung behalten, wie sie war und nicht mehr darüber reden. Ich bin mit Thorsten nun in eine sehr gute Freundschaft übergegangen und was mich wirklich erstaunt ist, dass wir uns mittlerweile besser verstehen, als wir es vorher je getan haben. *g*

Arbeit, Freizeit, Engagement?

Nun da ist mir doch ein Projekt im Web in die Augen gefallen, da konnte ich doch nur noch sagen: „Hut ab!“ Es gibt noch Menschen die auch für andere dasein wollen, die vielleicht wirklich gute Hilfe brauchen. Es ist www.braveboy.de
Nur was habe ich damit zu tun? Naja so schwierig ist das wirklich nicht. Das Projekt brauchte einen Programmierer mit Kenntnissen in PHP4, MySQL und Apache unter Linux. Na da konnte ich nicht lange überlegen. Natürlich habe ich mich gemeldet und prompt war ich der Programmierer. Zusammen haben wir neues geschaffen. Etwas was es so noch nicht gab. Eine Community für schwule Jungs von x – 24. Endlich eine Anlaufstelle zum Freunde treffen und finden, professioneller Beratung auf alle Fragen und ein gut recherchierten News und Magazinbereich.

Und was hat das mit Freizeit zu tun? Naja alles was dort an Technik entsteht, ist meine Freizeit *g* .. aber es macht Spass und deshalb opfere ich gern mal die ein oder andere Stunde und schaue, dass alles gut funktioniert.

Ach die Liebe… *g*

Ich hatte mir eigentlich geschworen .. sowas wie Liebe? Nein Dirk das gibt es doch nicht wirklich.. wieso auch? Wer braucht das? Ich etwa? M O I ? Single sein ist doch was schönes .. und mal ehrlich Liebe auf den ersten Blick?

Tja wie soll ich es sagen. Ich glaube sämtliche Theorien über diese Sachen muss ich wohl über den Haufen werfen. Liebe auf den ersten Blick, da lache ich doch nur! Ich sage nur „Bei Anruf Liebe“ ….. :-))

Am 18. Juni 2001 hat es mich erwischt. Diesmal aber irgendwie die volle Breitseite. Ich bin verliebt! 0,5 Wochen lange SMS geschrieben, 1 Woche SMS und telefoniert und dann das erste Treffen. Gerrit stand da und ich war verliebt.

Was ein Montag Abend. Wir hatten uns gerade gesehen und er fragte mich ganz schüchtern: „Gefällt dir was du siehst? Bin ich denn gut für dich?“ Ja was sollte ich da sagen? Ich war doch von diesem Menschen so fasziniert! Also war ich ganz ehrlich.. „Haben will!“

Tja und wie es weitergeht ..

Mittlerweile sind wir schon 2 Wochen zusammen und das Gefühl, was uns verbindet wird von Minute zu Minute intensiver ..

mehr gibt es in einem nächsten Update

Bis dahin viel Spass :-)

Die Zeit vergeht . . .

Was soll ich Euch nur erzählen, es ist der 11.11.2001 geworden. Das Design meiner Page hat sich immer noch nicht geändert, aber am Text werde ich mal arbeiten.

Dieser Abriss ist ein Ausschnitt aus meinem Leben und wird nicht mehr weitergeführt. Partnerschaften, wie die mit Gerrit sind auch zur Vergangenheit geworden.